100.000 Dateien zu NVIDIA mitgenommen? AMD verklagt vier Ex-Manager

Chiphersteller AMD hat Klage gegen vier ehemalige Mitarbeiter eingereicht, da diese vor ihrem Wechsel zu NVIDIA einen groß angelegten Daten- und Geheimnisdiebstahl durchgezogen hätten. Außer technischen Daten und Kundeninformationen seien von den Managern auch Vertragsinformationen und Lizenzvereinbarungen für die Lieferung von Teilen für XBox, Playstation und so fort kopiert worden, die nun NVIDIA zugute kommen könnten.

Der Vorgang liest sich ein wenig wie aus einem schlechten Agententhriller, bei dem der dreiste Datenspion mit einem dumpfen Trick erwischt wird und dann in der Klemme steckt. Aus dieser Klemme, in die sich die vier ehemaligen Mitarbeiter von AMD manövriert haben, werden sie aber wohl kaum so schnell wieder rauskommen, wie der Hollywood-Spion.

Denn AMD habe “forensische Beweise”, berichtet ZDNET, dass die vier Männer Robert Feldstein, Manoo Desai, Nicolas Kociuk und Richard Hagen vor ihrem Abgang nach NVIDIA gut 100.000 Dokumente “auf einen externen Storage” kopiert hätten, wozu dann sozusagen “notgedrungen” auch vertrauliche Daten gehört hätten. Das Gericht hat auf jeden Fall schon einmal reagiert und alles einsammeln lassen, was die Herren noch so von AMD zu Hause hatten, so dass keine Beweise mehr verschwinden sollten.

Die Vorwürfe erstrecken sich insgesamt von der Verletzung der internen Mitarbeiter-Vereinbarungen bei AMD über die Verletzung von Handelsgesetzen, Regeln des fairen Wettbewerbs und natürlich den Datenklau und -Missbrauch. Es könnte also einiges zukommen auf die vier. Sollte der Vorwurf von AMD, die Manager hätten sich im Vorfeld auch noch die besten Möglichkeiten zur Übertragung großer Datenmengen herausgesucht, auch noch stimmen, muss wohl von einer gezielten Aktion gesprochen werden, die natürlich auch bestraft gehört.

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About the author  ⁄ Matthias Schleif

Blogger mit Bastelneigung, kaufmännischer Ader und sozialem Anspruch, seit 2008

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