Gestern erst wurden auf der Google I/O das neue Nexus 7 und Nexus Q vorgestellt. Natürlich durfte auch der neueste Android-Ableger in der Version 4.1 nicht fehlen. Das neue “Jelly Bean” soll in erster Linie Detailverbesserungen in der Bedienung und vor allem in der Performance bringen.
Im Gegensatz zum Vorgänger “Ice Cream Sandwich” (Version 4.0) soll die gesamte Oberfläche von Jelly Bean dank kürzerer Reaktionszeiten und höherer Bildwiederholrate deutlich flüssiger reagieren und sogar Fingerbewegungen vorausahnen können. Google nennt die neu eingeführte Grafikengine “Butter”. Einige neue Gesten, die Einzug in das aktuellste Android-Update halten werden, sollen die Bedienung für Anwender mit Sehschwäche erleichtern und allgemein die Organisation der Homescreens erleichtern. Generell soll der Platz auf den Homescreens auch von den Widgets besser ausgenutzt werden. Ein Update erhält auch die Kamera-App. Die komplexe und umständliche Bedienung der Vorgängerversion soll deutlich vereinfacht werden. Stichwort einfach: Dank “Voicetyping” und “Voice Search” sollen Eingaben ebenfalls erleichtert werden. Apples Siri fürs iPhone und iPad lässt grüßen.
Auch die Benachrichtigungszentrale erhält ein Update, sodass es möglich werden soll, eingegangene Nachrichten direkt zu beantworten. Telefonate sollen auch aufnehmbar werden. Dank der künftigen Unterstützung von USB Audio erhofft sich Google ein breites Angebot von Sound-Zubehör, wie z.B. Sound-Docks.
Ebenfalls neu und wohl die weitreichendste Änderung ist die Einführung von Google Now. In erster Linie ist darunter eine erweiterte Suchfunktion zu verstehen. Diese liefert passend zum Aufenthaltsort, bzw. zur aktuellen Tätigkeit passende Informationen. Das Video zeigt u.a. Warnungen vor Staus oder den Fahrplan der Haltestelle, an der man gerade steht und weitere Einsatzmöglichkeiten. Praktisch? Vielleicht. Privatsphäre? Nebensache. Ach ja, die Ergebnisse des Lieblingsteams werden auch in Echtzeit angezeigt. An dieser Stelle legen wir eine Jubelpause ein…
Google hat sich auch etwas besonders Cleveres einfallen lassen. Bereit? Gut! Falls es ein Update zu einer installierten App gibt, soll nicht mehr die gesamte Applikation neu geladen, sondern lediglich die Änderungen gezogen werden. Das spart Zeit und Datenvolumen – und gefällt. Einfach wahnsinnig, diese Leute von Google. Einen Haken hat die Sache jedoch: Die Entwickler müssen dieses Feature in ihren Programmen auch unterstützen. Wie würde es der Kaiser so pragmatisch wie möglich ausdrücken? Schaumer mal…
Die ersten Updates auf Jelly Bean sollen in zwei bis drei Wochen beim Nexus S und Galaxy Nexus als auch bei der US-Variante des Motorola Xoom kommen. Wann genau andere Geräte ein Update erfahren sollen, ist bislang noch unklar. Aber wie gefallen Euch eigentlich die Ankündigungen und der Ausblick auf Android 4.1?

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