Apple hat die neue Version seines Mobile-Betriebssystems iOS 6 zum allgemeinen Download freigegeben, das mit der Veröffentlichung des neuen iPhone 5 ja bereits angekündigt wurde. Trotz dem das Update für mehr iDevices denn je gilt mangelt es nicht an Kritik, vor allem was den Wechsel von Google Maps auf die Tom Tom-Navigation angeht.
Im Kern besteht das iOS-Update aus ein paar oberflächlichen Designverbesserungen und einigen zusätzlichen Funktionen, die jedoch nur “je nach Modell” genutzt werden können. So ärgert sich beispielsweise Golem darüber, dass die Sprach-App Siri nicht auf dem iPad 2, jedoch auf dem iPad 3 funktioniert, und vermutet dahinter eine Masche von Apple, vornehmlich die neueren Modelle zu pushen. 
Zu neu hinzugekommenen Funktionen gehört eine deutlich tiefer greifende Integration der Social Services Facebook und Twitter, sowie eine Art 3-fach Anrufbeantworter, der eine von drei vorgefertigen Sprachnachrichten abspielt, je nach Anwenderwunsch und/oder Anrufer. Einige eigene Apps, wie das nun auch von der Lufthansa integrierte Passbook, hat Apple auch noch integriert. Die Tastatur, die nun auch zu Umlauten fähig ist, und voraussichtlich ebenfalls vorhandene animierte Icons buchen wir aber mal unter Make-Up ab.
Besonders enttäuscht hat aber die Navi-App, wobei Autofahrer damit noch am besten klar kämen. Um bis zu 500 Meter sei man falsch gelandet, die
neue Map-API sei in vielen Apps noch nicht integriert und ein Übergang in den ÖPNV hat sich ebenfalls als ausgemacht schwierig dargestellt.
Insgesamt ein vernichtendes Urteil über die Navigationsgeschichten in iOS 6, auch wenn Apples Abkehr von Googles Map-API natürlich nachvollziehbar ist. Der 3D-View, so er denn nicht andauernd ruckelt (..und das bei Apple!), entschädigt jedoch für die meisten negativen Erlebnisse wieder…und die Jungs von Golem sollen sich auch mal nicht so anstellen, einen Flughafen findet man ja schließlich auch so!
Die besten Features dürften der neue Ruhemodus (links) und das verbesserte Rechtemanagement sein. Im genannten Ruhemodus geht das System zwar nicht komplett aus, meldet aber auch keine eingehenden Anrufe oder Nachrichten, auch nicht per Vibrationseffekt. Ebenfalls sehr hübsch ist die aus dem Desktop Betriebssystem Mountain Lion schon bekannte Integration von iCloud-Tabs im Safari-Browser, mit denen einfaches, Geräte-übergreifendes surfen möglich ist.
Der Focus weist noch darauf hin, dass man vor der Installation des Updates seine Daten sichern soll, was eigentlich selbstverständlich ist. Dass man auch tatsächlich einen Datenverlust erleidet, wie die Tester von Golem, eher nicht.
Apple unterstützt alle iPhones ab dem 3GS, das iPad 2 und 3 sowie die iPods mit Touchscreen der vierten und fünften Generation.

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