Im scheinbar endlosen Dauerstreit der zwei Patentriesen Apple und Samsung hat jetzt ein koreanischer Richter ein Ausrufezeichen gesetzt! Beide Firmen verstiessen gegen Patente der Gegenpartei, weswegen ab sofort ein Verkaufsstart für diverse Galaxy-Modelle von Samsung, aber eben auch für Apple iPhones und iPads, gelte. Voraussichtlich läst sich das “Problem” aber recht leicht aus der Welt schaffen.
Samsung habe mit dem “Bounce back”-Feature, durch das Fotos am Bildschirmrand sozusagen abfedern, eine Funktion von Apple kopiert; zwei andere Patente, die sich wohl auf Funktechnologien von Samsung beziehen, seien jedoch von Apple “unerlaubter” Weise übernommen worden, und deswegen müse der Verkauf all der schönen Geräte in Korea nun erst einmal eingestellt werden. So urteilte das Gricht, stellte aber wohl auch in Aussicht, die “Strafen” gegen eine geringe Gebühr wieder fallen zu lassen.
Überhaupt klingt das, was der Richter das von sich gegeben hat, eh mehr nach einem Denkzettel denn nach einer echten Strafe. Eine endgültige Entscheidung muss das für Korea wohl auch noch nicht gewesen sein, denn – vorausgesetzt die beiden Sturköpfe setzen sich nicht zusammen und einigen sich, wie es das Gericht dringend angeraten hat – es kann wie immer noch eine Instanz höher gehen. Hauptsächlich bezieht sich der Streit auch weniger auf die Patente denn auf die vereinbarten Vergütungen für die Weitergabe von Standardpatenten. Solche Zahlungen, sogenannte “royals”, sind nicht nur gang und gäbe, sie sichern auch den weitreichenden Innovationsfortschritt der gesamten Branche.
Apple soll jedenfalls für die Verletzung zweier Patente rund 50000 US-Dollar zahlen, Samsung etwa die Hälfte, doch werden sie es tun? Ich vermute mal nicht, denn sonst würde man anderer Länder Richtern quasi eine Vorentscheidung an die Hand geben. Dennoch wäre es schon wünschenswert wenn die beiden sich über die Höhe der jeweiligen “royals”, über die man sich in Japan und anderswo ja auch einigen konnte, bald mal zusammen setzen und zu einer Einigung finden. Sonst bekommt man am Ende noch den Eindruck, die machten das alles nur, um dauernd in der Presse erwähnt zu werden…


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