Apples 21,5″ iMac: Innenleben offengelegt

Apples neue iMac Modelle, die der Hersteller erst im Herbst präsentiert hatte, sind im Vergleich zu ihren Vorgängern ja wieder eine Ecke schmaler und leichter geworden. Wie das gemacht wurde, bzw. wie der innere Aufbau eines 21,5 Zoll iMac EMC 2544 sich gestaltet, das haben einmal mehr die Bastler von iFixit gezeigt.

Wie schwierig es allein schon ist, nur den RAM auszutauschen oder die Festplatte zu wechseln an einem der neuen iMacs, da sich beides hinter der Hauptplatine befindet, hat am Ende mit dazu beigetragen, dass die Repairability Rate von iFixit mit nur 3 von 10 Punkten bewertet wurde. Gestört hat die Kollegen des Weiteren das verklebte Displayglas, das eben nicht mehr mit Magneten am LCD-Panel befestigt werde, sowie die vielen anderen Klebestellen.

Dass man RAM und Festplatte überhaupt tauschen kann ist dann auch schon fast der einzige Grund, doch noch ein paar Pluspunkte zu verteilen. Selbst das geht aber eben nur mit speziellem Werkzeug und einem Heißluftgerät für die Klebestellen, kritisiert iFixit. Den Anschluß einer zweiten Festplatte hat Apple ausserdem dadurch nahezu verunmöglicht, dass sie die Connectoren nicht mehr mit aufs Board löten. Ambitionierte Bastler können so etwas natürlich selbst auflöten, aber ein Ärgernis bleibt es allemal.

Die iMacs von Apple sollen also wohl ganz offensichtlich nicht von den Kunden selbst geöffnet oder gar repariert werden, aber vielleicht ist das auch besser so. Denn immerhin riskiert man mit solch einem Gebastel schnell den Garantieanspruch; und dafür sind die Rechner eigentlich zu teuer.

Weitere Bilder und Infos bei iFixit.com

About the author  ⁄ Matthias Schleif

Blogger mit Bastelneigung, kaufmännischer Ader und sozialem Anspruch, seit 2008

2 Comments

  • Antworten
    4. Dezember 2012

    Danke für den Beitrag. Wieder einmal bestätigt sich, dass Apple permanent bestrebt ist, auf Gewinn zu maximieren. Technisch minderwertigere Hardware wird zudem zu einem enorm höheren Preis verkauft. Scheinbar ist ja eine 1,8″ Festplatte verbaut. Wenigstens dürfte diese sich durch eine SSD austauschen lassen, was deutliche Gewinnzuwächse bringen dürfte.