ASUS und Acer begraben die Netbooks

Dass die mobile Revolution der letzten Jahre durch die günstige Mini-Notebookklasse “Netbooks” erst so richtig gestartet wurde, daran mag sich heute schon gar nicht mehr jeder erinnern. Mit diesen, zumeist mit Windows XP und Intel Atom CPUs ausgestatteten Kleinrechner konnten auch ASUS und Acer gute Verkaufserfolge erzielen, doch die sehen die Ära wohl nun als abgelaufen an und kündigen die Produktion ab. Wer den Rang abgelaufen hat, dürfte klar sein.  

Sicher, ein Tablet mit angesteckter Tastatur ist ein wenig “kopflastig”, kann also leichter hinten rüber fallen, als ein Netbook mit seinem recht leichten Display. Ansonsten ist eine solche Kombination aus 10 Zoll Tablet mit Tastaturdock, die es von Microsoft beispielsweise auch mit eingebautem Standfuß gibt, eine gute Alternative zu einem Netbook. Mittlerweile auch preislich.

Zumindest für Intel Atom basierte Netbooks mit 10 Zoll Display und Windows XP besteht wirklich nur noch wenig Bedarf, aber eigentlich beschränkt sich die Spezifikation ja genau auf solche Geräte. Jeglicher ARM-basierter PC, und sei er noch so “mobile”, darf diese Bezeichnung nicht tragen. Genau so verhält es sich im Übrigen auch mit Ultrabooks von Intel, deren Pendants von AMD “UltraThins” heißen werden.

Und so war es eben eh nur eine Frage der Zeit, bis diese Notebookklasse sich erledigt. Die Folgegeneration ist mit Touch-Features, höher aufgelösten Displays und weniger Hardware-fixierten Betriebssystemen eh um so viel besser aufgestellt, daß ein Nebeneinander auf Augenhöhe nicht mehr möglich ist.

Man darf gespannt sein, ob Intel seine Atom-Plattform nochmal in anderer Form in größerem Stil an den Mann bringen kann, obwohl der Ruf unter den langsamen Netbooks gelitten hat und obwohl man die eigene CPU-Palette ständig erweitert.

About the author  ⁄ Matthias Schleif

Blogger mit Bastelneigung, kaufmännischer Ader und sozialem Anspruch, seit 2008

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