Aus Boot2Gecko wird Firefox OS

Ähnlich, wie es Google mit Android oder RIM mit dem Playbook OS getan haben, plant auch Mozilla schon länger ein auf Linux basierendes Betriebssystem mit eigenem Ökosystem zum Vertrieb von Apps herauszubringen. Mehr Details und ein neuer Name sind nun bekannt geworden.

Der ursprüngliche Name “Boot to Gecko” ist zwar “irgendwie cool” aber wohl zu umständlich für den Massenmarkt, sodass man sich bei Mozilla entschlossen hat, den Namen des bekanntesten Produkts “Firefox” hier zu übernehmen. Das Firefox-OS besteht dennoch weiterhin aus einem einfachen Linux-Kernel mit ein paar Treibern sowie der Web-Rendering-Engine “Gecko”, die im Übrigen bei Android eine Java-Maschine ist.

Firefox-Betriebssystem kommt!

Dieses Rendering wird im Kern über HTML5-Befehle erfolgen, was auch für die Apps gilt. Ob es nun ums Telefonieren, SMS verschicken oder posten auf Facebook geht, jegliche Programme werden in HTML5 geschrieben und wenn möglich über eine der neuen Geräte-APIs abgewickelt, die Mozilla mit dem W3C-Konsortium abstimmt.

Besonders positiv an dem Projekt ist wohl die Unterstützung der diversen Mobilfunkprovider zu bewerten, zu denen in Brasilien auch die Telekom und Telefonica gehören werden. Gerade solche Firmen versprechen sich durch Mozillas OS-Projekt mehr Unabhängigkeit von Android-Systemen oder Apple.

Brasilien ist dann auch das Land in dem die ersten Mozilla-Smartphones Anfang 2013 in den Handel kommen sollen. Vorerst will man es mit zwei chinesischen Modellen von ZTE und TCL versuchen, welche aber immerhin schon Snapdragon-Prozessoren in sich tragen, die auch in vielen besseren Smartphones verwendet werden.

Man darf die Gehversuche in Brasilien wohl als Testlauf betrachten, der hoffentlich positiv endet. Anderenfalls käme der Gecko wohl niemals bis nach Europa.

About the author  ⁄ Matthias Schleif

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