Catzilla: Neues Benchmark-Tool sieht DirectX klar vor OpenGL (Video)

Nicht nur die bekannte Firma “Futuremark” bastelt gerade an einer neuen Version ihres 3DMark Grafikkarten-Testtools, auch das Team der polnischen Entwicklergruppe “Plastic” arbeitet an einem solchen Benchmark-Programm. Diese “Catzilla” genannte Software soll sehr hohe Anforderungen an die Hardware stellen, wodurch Unterschiede entsprechend deutlich werden. Von der neusten Beta-Version wurde nun ein Video veröffentlicht, in dem man das Ganze mal in Action sehen kann.

Im Gegensatz zum “großen Vorbild” 3DMark, das auf allen Rechnern den gleichen Testablauf versucht und anschliessend eine Bewertung ausgibt, kann man bei “Catzilla” von vornherein eine Qualitätsstufe auswählen. So starten kleine und schwache Rechner mit dem einfachsten, dem “Kitty Test”, in welchem auf Kantenglättung verzichtet und nur die Auflösung 1024 x 576 ausprobiert wird. Einen Büro-PC würde man wohl mt der darüber liegenden Stufe “Cat” testen, die sich auf 1280 x 720 beschränkt.

Die beiden “High End” Benchmarks “Tiger” und “Catzilla” testen mit FullHD (1920 x 1080) bzw. 2560 x 1440, wobei im Catzilla-Test noch achtfache Kantenglättung zugeschaltet wird. So sollte auch der letzte Rechner an seine Grenzen gebracht werden können, aber genau darum geht es ja: die oberen Grenzen auszuloten. Leider sind diese beiden Varianten im neusten Beta-Update nicht mehr kostenlos, wie “Kitty” und “Cat”. Interessenten müssen also entweder auf Beta 16 zurück greifen, wie computerbase.de schreibt, oder 14,99 US-Dollar an “Plastic” überweisen.

Alternativ dazu lassen sich aber wohl auch in der freien Version schon die Auflösungen mit verschiedenen Testszenarien kombinieren, so dass man dennoch einen guten Eindruck von der Leistungsfähigkeit seines Systems damit erstellen kann. Vergleichbar sind diese Werte dann zwar nicht mehr unbedingt, doch man mag sich vielleicht auch fragen, wie es denn aussehen “könnte”.

Daher jetzt endlich das Video, in dem ein HighEnd-Rechner zeigen muss, was er kann. Aber lasst euch nicht zu sehr von der Story blenden ;)

Einziger Wermutstropfen ist die Bedingung “Windows”, denn auch unter Android (oder anderen Linux´) könnte man ja OpenGL testen. Interessant ist sicher noch, dass die aktuellen Grafikkarten von NVIDIA nach den Testergebnissen zu urteilen deutlich besser sind, als deren Konkurrenten von AMD/ATi.

Noch auffälliger sind aber die Unterschiede zwischen OpenGL und DirectX, bei denen die Microsoft Schnittstelle die Nase klar vorn hat. Die gemessenen 31 – 42 Prozent Mehrleistung gegenüber OpenGL sind jedenfalls Argument genug, sich bei einem Spiele-PC für ein Windows-System zu entscheiden…bin ich der Einzige, der das schade findet?

About the author  ⁄ Matthias Schleif

Blogger mit Bastelneigung, kaufmännischer Ader und sozialem Anspruch, seit 2008

2 Comments

  • Antworten
    8. Januar 2013

    Steam sieht ja scheinbar OpenGL vor DirectX, da ihre Spiele unter Linux höhere Framerates als unter Windows erzielen. Mit Steam für Linux könnte angefangen werden, an Windows als primäres Gaming-OS zu rütteln.
    Bei den Benchmarks kann man immer ein bisschen skeptisch sein. Wichtiger ist die Realitär: Ruckelt ein Spiel oder nicht?

  • Antworten
    9. Januar 2013

    Ich sehe es ja schon kommen, dass auf den Spielepackungen (sollte es sowas noch länger geben) irgendwann 20.000 3DMarks oder 50.000 KittieBalls als Mindestanforderung steht.

    Das Windows Performance-Rating sollte ja genau hierfür mal herhalten, hat es dann aber doch nicht geschafft.