CES Messetrend Touch-Notebooks: Windows 8 macht´s nötig?

Wer die Nachrichten und Neuigkeiten von der Elektronikmesse in Übersee verfolgt, dem wird möglicherweise schon aufgefallen sein, dass sich klammheimlich eine neuartige Geräteklasse breit macht. Vielleicht nur aus der Not geboren, weil man mit Windows 8 ohne Touch so schlecht klarkommt, finden sich immer mehr Notebooks mit eingebautem Touchscreen auf den Messeständen ein. Wir haben uns mal ein paar davon angesehen.

Einzige Änderung: Touchscreen?

Besonders engagiert in der Entwicklung von Notebooks mit Touchscreens ist Lenovo, die gleich mit einer ganzen Serie touch-basierter IdeaPads aufwarten. Sicher, ASUS und einige andere haben solche Systeme schon länger im Programm, aber zum Einen scheint die Konkurrenz nun nachzuziehen und zum Andern macht Windows 8 das wohl erforderlich. Und da sich das OS dann doch immer weiter verbreitet kommen auch die Hersteller eben um diese Angebote nicht drumrum; die Kunden werden schlicht danach verlangt haben.

Wie engadegt andeutet gehen die Hersteller damit aber auch auf “Nummer sicher”, nicht allzu viel Hardware “für die Tonne” entwickelt zu haben. Ein reines Tablet oder gar eins dieser ungewöhnlichen Convertibles mit dreh- und klappbarem Touchdisplay erfolgreich zu platzieren ist nicht zuletzt wegen der übermächtigen Konkurrenz durch Samsung und Apple ein riskantes Unterfangen. Bei Notebooks kann man wohl “nichts falsch” machen…und wenn die nun demnächst auch per Displayberührung bedient werden können, stört das sicher erstmal niemand.

Viel teurer als die Standardmodelle darf ein in solchem Geist entstandenes Notebook wohl nicht sein. Bei Lenovo beispielsweise geht´s schon ab 699 US-Dollar los. Dafür bekommt man dann ein Ideapad, das seinem berührungsUNempfidnlichen Bruder bis aufs Display gleicht…ohne Risiko eben.

Fast genau so “billig” wie Lenovos Ideapad-Systeme kommt das mit dem Touchscreen aufgepeppte Toshiba Satellite U845t daher, das für 800 US-Dollar erstanden werden kann. Bedenkt man, dass selbst die kleinen Netbooks in Convertible-Form schon 600 bis 800 US-Dollar gekostet haben, sicher kein zu hoher Preis für die gebotenen Leistungen. Bei Lenovo geht das sogar in anderen Serien so weiter, wie man nicht zuletzt am – mit 1499 allerdings deutlich teureren – ThinkPad Helix sieht (siehe auch obiges Video von Mobilegeeks.de)…doch nun genug von Lenovo.

Ultra-Thin Notebooks mit AMD-APUs & Touchscreen

Da moderne Notebooks nicht mehr ganz so fett sind, wie noch vor wenigen Jahren, und die Neulinge mit dem Touchscreen ja auch ein besonderes Feature vorweisen, ordnen viele Hersteller diese Art Systeme gern den Ultrabooks zu. Solange die “richtige” Intel Plattform darinnen ist, ist das wohl auch in Ordnung, ultra-flache AMD-Notebooks nennen sich dagegen “Ultra Thins“. Auch von diesen gibt es einige zu sehen, selbstredend zum Teil auch mit Touchscreen.

Hier fällt vor allem HP auf, die mit ihren “Touchsmarts” auf AMD A-Basis für nur 499 US-Dollar schon seit einigen Monaten ein passendes Angebot im Programm haben. Um mit den “Touchsmarts” wirklich “tatschen” zu können muss man aber nochmal etwa 200 Dollar oben drauf rechnen.

Last not least sei noch erwähnt, dass auf diesen Zug auch kleinere Hersteller aufzuspringen versuchen. Mit Vizio zeigt sich erstmals einer der kleineren mit einem brauchbaren Touchvertible-LineUp auf der Messe, ebenfalls auf Basis der AMD APUs. Besonderheit dieser Modelle ist der FullHD-Bildschirm auf 15, bzw. die 1600 x 900 Punkte auf 14 Zoll Diagonale, doch nach Europa kommen diese Systeme voraussichtlich ja doch nicht.

Dafür aber sicher eine ganze Menge vergleichbarer Systeme anderer Hersteller. Wir halten euch auf dem Laufenden.

About the author  ⁄ Matthias Schleif

Blogger mit Bastelneigung, kaufmännischer Ader und sozialem Anspruch, seit 2008

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