Computex: ASUS erfindet “Convertablet” Taichi

Mit dem heutigen Tag startet nicht nur die E3 in Los Angeles, sondern auch die Computex in Taipeh. Während es in den USA mehr um Spiele-(Hard- und Software) geht, werden in Taiwan wieder allerhand neue Hardware-Konzepte vorgestellt. Die erste Besonderheit kommt dabei von ASUS, sozusagen ein “Convertablet“.

Das Konzept der “Convertibles” ist seit den ersten Modellen von IBMweithin bekannt. Mit drehbarem,

Johnny Shih von ASUS: Freut sich, mit dem "Convertablet" Taichi wieder etwas Neues vorstellen zu können

berührungsempfindlichem Bildschirm ausgerüstet lassen sich diese Systeme sowohl als Notebook als auch als Tablet-PC nutzen. Einerseits haben sich die Dreh-Scharniere aber immer wieder als Sollbruchstellen erwiesen, andererseits wäre es auch schön – so hat wohl ASUS gedacht -  beide Funktionen zur selben Zeit nutzen zu können.

Das ASUS Taichi vereint daher einen Doppelbildschirm unter der Haube eines Notebook-PCs, der aber wohl eher einem Ultrabook gleicht. Das superschlanke Hybridmodell läuft mit Windows 8 und kann in 11.6 und 13.3 Zoll geliefert werden. Der Rest der Ausstattung liest sich erst recht wie “normale” Ultrabook-Ausstattung: Intel i7-Core CPU, 4GB RAM, SSD Festplatte, 5MP Webcam, USB3.0, beleuchtete Chiklet-Tastatur, etc, etc.

Durch das doppelte IPS-Display mit FullHD-Auflösung lassen sich natürlich verschiedene Dinge tun, die sonst mit kaum einem System machbar sind. Abgesehen von der Spiegelungsfunktion, mit der man der Umwelt sein Display nach außen präsentieren kann, lassen sich auch unterschiedliche Inhalte darstellen oder einzelne Displays ganz abschalten. So lässt sich dann auch beispielsweise eine Diashow mit dem Unterteil als sicherem Stand unbeschwert genießen, wie man es ja auch im Video von netbooknews (s.o.)sieht.

In der Vergangenheit hat sich allerdings gezeigt, dass ASUS solche Prototypen wie das Taichi nicht immer auch in Serie fertigt, je nach dem wie groß das Interesse im Einzelfall ausfällt. Hierzu passt, dass es auf der ganzen Messe wohl wirklich nur ein einziges Modell des Taichi gibt, das auch noch hinter dickem Glas ausgestellt ist und wohl nicht weiter ausprobiert werden kann. Ob, wann und – sicher ganz besonders wichtig beim Taichi – zu welchem Preis man das Dual-Display-System wird erstehen können steht also noch absolut in den Sternen.

About the author  ⁄ Matthias Schleif

One Comment