Firmware-Update beschleunigt OCZ Vertex 4 SSDs massiv

Mehr als die doppelte Schreibgeschwindigkit soll ein aktuelles Software-Update den Vertex SSDs von OCZ entlocken, und das ist ja genau der Punkt in dem die meisten Konkurrenten schwächeln. Nicht nur Neukunden profitieren aber von diesem Update, sondern auch jetzige Besitzer einer Vertex kommen in den Genuß der Vorteile des Firmware-Upgrades von v1.3 auf v1.4RC.

Leider hat das Update mit der Versionsnummer v1.4RC den Nachteil, dass ein Eingriff so tief in die Controllersteuerung eine Neuinstallation des Betriebssystems erfordert, was man wohl am besten mit einer Backup-Lösung wie Akronis erstmal sichert. Die einleitend genannte, exorbitante Steigerung der Schreibgeschwindigkiten bezieht sich natürlich wie immer auf die besten Modelle. In diesem Fall ist das die Vertex 4 mit 128GB, die von 200 auf 420 MB/s gepusht werden konnte. Ausserdem umfasst die Serie noch ein 256GB- und ein 512GB-Modell, dem noch eine 64GB-Variante folgen soll.

 

OCZ Vertex 4

OCZ Vertex 4

Im Gegensatz zu dieser, immer noch nicht als “klein” zu bezeichnenden SSD, zeigt OCZ auf seiner Homepage die Daten der “drei Großen” recht freizügig. Bezüglich der kleinsten Vertex 4 ist man nämlich noch recht verschlossen, obwohl die “weltweite Markteinführung” nicht mehr weit sein soll, sind weder Preise noch Daten bekannt. Zu Recht weist auch die Computerbase darauf hin, dass die sehr guten Werte der 128GB Vertex 4 vom 64GB-Modell wohl ebenfalls nicht getoppt werden können, womit wir uns noch ein wenig den Leistungsdaten zuwenden können.

OCZ_Benches vor und nach Firmwareuodate

Schnell, schneller...oh, see that!

Wie man der Tabelle entnehmen kann sind die Zugewinne durch die neue Firmware bei den großen SSDs nicht so groß, weil diese eh schon ziemlich flott unterwegs sind. Das OCZ, die Firma mit dem lustigen Namen (“oh, see that”), hauptsächlich den Workload mit einem neuen Alghorythmus besser auf die einzelnen SSDs-Speicherstellen verteilt hat, kommt offensichtlich überwiegend der 128GB Vertex 4 zu pass.

OCZ Vertex 4 solid state disks

OCZ Vertex 4 von innen

Die Zugewinne bei den 256er und 512er SSDs sind eben nicht mehr so hoch, wie gesagt, aber sie sind vorhanden und erkennbar. Das berichten im Prinzip wohl auch die Jungs von tweaktown, die im Kern die Benchmarks von OCZs Website bestätigen. Beim für “gefühlt schnelles Computing” so wichtigen Schreiben sequenzieller Blöcke konnte dem Mittel-Modell immerhin noch ein Zuwachs von etwa 15% entlockt werden. Dieser löst sich bei Vertex 4 grösstem Modell dann aber doch vollends in Luft auf: mit oder ohne Firmware-Update, die Vertex 4 mit 512GB schreibt stumpf mit 475MB/s vor sich hin.

Angesichts der Tatsache, dass eine 128GB SSD sowieso die beste Wahl als Systemplatte sein dürfte, dürften sich nach dieser Meldung vor diversen Rechnern jubelnde Besitzer finden lassen. Denn selbst wenn es aufwändig ist, das Update mit anschliessender Systemwiederherstellung in den EPROM der SSDs zu installieren: wer lässt sich denn eine Verdoppelung des Write-Speed entgehen?

About the author  ⁄ Matthias Schleif

Blogger mit Bastelneigung, kaufmännischer Ader und sozialem Anspruch, seit 2008

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