Google Chromebook: Neues Modell, alte Probleme? (Videos)

Googles neues Chromebook, das bereits ab nächster Woche auch offiziell erhältlich sein soll, setzt zwar mit der neuen ARM-Plattform auf eine andere Hardware auf, als sein Vorgänger. Dafür kommt es aber wie dieses mit dem wenig verbreiteten Chrome-Betriebssystem daher. Ob das System dennoch eine Chance hat lässt sich vielleicht anhand erster Hands-On Videos beurteilen.

Für nur 249 US-Dollar wird das neue Chromebook ab kommenden Montag in den USA verkauft, das sich durch die Form, Größe und den Preis auch gut in die Kategorie der Netbooks einordnen ließe. Die ARM A15-basierte Exynos CPU mt bis zu 1,7 GHz Taktung von Samsung ist dazu nicht sonderlich viel stärker, als die im Vorgänger verbaute Intel Atom CPU, benötigt dafür aber auch keinen Lüfter. Insgesamt ist das Chromebook ein wenig geschrumpft (alt 12 Zoll, neu 11.6 Zoll), aber auch das neue Display löst mit 1366 x 768 Punkten auf. Hinzu kommen 2 GB Arbeitsspeicher, USB 3.0 Anschluß, HDMI-out und ein SD-Karten-Slot, sowie eine Webcam, einen Helligkeitssensor und einige andere Standardeinrichtungen.

Weniger schön ist aber eben die Sache mit dem Chrome OS, auch wenn das vielleicht keine große Berechtigung hat. Wie auch für den Chrome Browser gibt es auch für das OS “tausende” Apps, wie es im zugehörigen Werbevideo heißt. Trotzdem ist davon auszugehen, dass sich viele Kunden von vornherein nicht darauf einzulassen bereit sind. Wie Kevin Tofel von GigaOM festgestellt hat, können die “neuen” aber etwas besser mit Javascript umgehen und es lassen sich auch FullHD-Filme ruckelfrei wiedergeben, was bei einem solchen Preis auch nicht unbedingt zu erwarten war.

Zumindest das günstigste Modell wird auch erstmal nur Wifi-only sein, aber daran hat man sich bei Neuvorstellungen ja schon fast gewöhnt. Etwas unschön soll zudem das neue Tastaturdesign sein, bei dem die Caps-Lock-Taste durch eine App-Taste ersetzt und die Entf-Taste gänzlich weggelassen wurde. Das Touchpad versteht darüber hinaus zwar auch diverse Gesten, nimmt Linksklicks aber nur im linken oberen Viertel an, was wohl mindestens gewöhnungsbedürftig ist.

Insgesamt stellen die neuen Chromebooks also schon eine interessante Alternative dar, leiden aber im Prinzip an der selben Krankheit, wie die Vorgänger: dem Chrome OS. Dennoch sind die ja sehr gut aussehenden Modelle für den ein oder anderen vielleicht genau die Alternative, die noch gefehlt hat. Zu teuer, um es mal auszuprobieren, sind die Modelle ja diesmal nicht. Zu welchem Preis die Neulinge in Deutschland verkauft werden, steht zwar noch nicht fest, aber es werden sicher auch deutlich weniger werden, als die bisherigen 349 Euro für das Atom-Modell.

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About the author  ⁄ Matthias Schleif

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