Google Chromebooks: ARM-basierte Neuauflage von Samsung für nur 249 US-Dollar (Specs, Bilder, Videos)

Mit Google verhält es sich so ähnlich wie mit Microsoft, die zwar auch Hardwarekomponenten in ihrem Programm führen, diese aber mangels Kapazitäten nicht selbst bauen. Das neue Google Chromebook, ein 11.6 Zoll Notebook mit doppelkernigem ARM-A15-SoC als Hauptarbeitseinheit ist dafür ein weiteres, sogar schönes Beispiel. Völlig überraschend hatte der Suchmaschinenspezialist das System gestern vorgestellt, das sich wie die Nexus-Tablets vor allem durch seinen geringen Preis von der Masse abhebt.

Das neue Chromebook dürfte mit 11.6 Zoll Display bei 1366 x 768 Punkten Auflösung, 2 GB RAM, 16 GB Festspeicher (+100 GB Onlinespeicher), WLAN N, Bluetooth und USB 2.0 und USB 3.0-Anschlüssen bei einem Gesamtpreis von nur 249 US-Dollar (229 Pfund) vor allem preislich besonders konkurrenzfähig sein. Ein ThinkPad X121e beispielsweise, das ähnlich ausgestattet, aber x86-basierend (= mit Intel- oder AMD-CPU) ist, kommt gut hundert Euro teurer und ist wohl auch ein wenig schwerer.

Teaservideo zum neuen Chromebook

Außer einem “Full Size Chromebook Keyboard” – was auch immer das genau heißen mag – sind die Modelle noch mit SD-Kartenlesern bestückt und eignen sich natürlich auch zur Ausgabe von Audiosignalen. Kommende Versionen des 2012er Chromebook werden außerdem mit 3G/UMTS-Modem ausgewählt werden können. Die “Außenmasse” des Chromebook sind mit 1,1 Kilogramm Gewicht und knapp zwei Zentimeter Bauhöhe entsprechend der Geräteklasse schon recht gut; auch die versprochenen 6,5 Stunden Akkulaufzeit und das recht große Touchpad können sich sehen lassen.

Sollte das so wie versprochen kommen und ein “neues” Chromebook auch bei uns für rund 230 Euro angeboten werden, bliebe nur noch eine Kritik an den Systemen: die doppelkernige A15-Plattform, die im Gegensatz zu den meisten Konkurrenten auch noch völlig ohne Lüfter auskommt, kommt eigentlich bisher nur in Smartphones und Tablets zum Einsatz. Und das könnte unbedarfte Kunden wegen der vermeintlich “schwachen” Hardware, die den Anforderungen an Notebooks eventuell nicht genügt, doch wieder zu einem x86-Modell greifen lassen. In dieser Preisklasse bzw. knapp darüber finden sich aber auch unter den x86ern kaum Modelle, die mit höher taktenden CPUs oder auf sonst irgendeine Art  besser ausgestattet sind.

Handson Video by engadget

Auf jeden Fall macht das überarbeitete Konzept einen deutlich konkurrenzfähigeren Eindruck, als die bisher nur sehr schleppend abgesetzten Chromebooks mit dem Chrome OS. Und dass eine Intel Atom DualCore CPU bei 1,5 GHz jetzt wirklich besser ist, als das ARM A15 DualCore-SoC bei 1,5 GHz, das glaubt ja wohl auch keiner, oder?

About the author  ⁄ Matthias Schleif

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