Google Glass wird zur „Porno-Brille“

Hände frei für den Porno-Dreh aus der Ich-Perspektive: Da sich Googles Datenbrille „Glass“,  besonders gut für Aufnahmen von Point-of-View-Videos eignet, zeigt jetzt die Pornoindustrie Interesse an Googles Entwicklung. Ob sich der Internetgigant wohl so den Einsatz seiner Datenbrille vorgestellt hat?

Derzeit können nur ausgewählte Entwickler die Datenbrille alias „Project Glass“ für 1500 Dollar vorbestellen. Doch auch die Pornoindustrie scheint die Möglichkeiten der Brille bereits erkannt zu haben und sich alle zehn Finger danach zu lecken. Dank der eingebauten Kamera erlaubt es die Google-Brille, ohne den Einsatz der Hände besonders hochwertiges Videomaterial zu filmen.

Google Project Glass

Googles Videobrille “Project Glass”

„Das würde den Dreh wesentlich vereinfachen“, so Quentin Boyer vom Pornoproduzenten “Pink Visual” gegen dem US-Magazin PCMag. Um das volle Potential der neuen Brille abschätzen zu können, müsse man jedoch erst einmal ein Exemplar „in den Händen halten und damit herumspielen“.

Der bei Pornos beliebte Point-of-View-Stil (POV) zeigt das Geschehen aus der Perspektive des Protagonisten. Bisher mussten die Darsteller dabei stets eine Kamera in der Hand halten. So kann Google Glass in Zukunft die Lust bei Darstellern und Zuschauern steigern, ganz nach dem Motto „mittendrin statt nur dabei“.

Neben luststeigernden Filmchen sind jedoch auch unschuldigere Einsatzgebiete denkbar: Die Brille besitzt ein Mikro-Display, auf dem der Nutzer Informationen abrufen kann. Daher könne die Datenbrille etwa beim Dating eingesetzt werden, so ein Sprecher der Softwarefirma MiKandi, die Dating-Apps entwickelt. So kann der Träger etwa beim romantischen Dinner in alten Einträgen in sozialen Netzwerken schnell den Lieblingswein des Gegenübers nachschlagen.

Die verschwiegene Pornoindustrie hat bereits so manche technische Entwicklung angestoßen oder ihr zum Durchbruch verholfen. Als Beispiele seine hier nur der Erfolg von HTML5 oder Blu-ray genannt, die sich unter anderem auch deswegen durchsetzten, weil die Sex-Industrie sich hier positionierte.

Noch muss sich die Pornoindustrie jedoch etwas gedulden. Erst Anfang 2013 soll die Brille an die Entwickler ausgeliefert werden und vor 2014 wird die Brille wohl nicht für die breite Öffentlichkeit verfügbar sein. Klingt nach einem längeren „Vorspiel“  bis es endlich heißt „Film ab und Action!“

Welche Einsatzmöglichkeiten der Brille Google vorschweben, zeigt dieses Video:

About the author  ⁄ Christian Barth

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