Smartphone-Entwickler sollten wirklich mal besser auf ihre Prototypen aufpassen, wenn sie abends in Bars unterwegs sind. Wie jetzt bekannt wurde, blieb auch ein Nexus 4 in einer Bar liegen.
James Barton alias Sudsy betreibt eine Bar in San Francisco, und wie in jeder Kneipe lassen auch dort die Gäste oft versehentlich ihr Handy liegen und holen es kurz darauf wieder ab.
Doch bei einem Telefon war das nicht der Fall, es hatte zudem auch keine SIM-Karte eingelegt und war gesperrt. Am ungewöhnlichsten allerdings: Der “Not for Sale”-Hinweis auf der Rückseite, gemeinsam mit Logos von LG und Google. Sudsy selbst wusste nicht, um was für ein Smartphone es sich handelt, und fragte schließlich einen technisch versierteren Freund, der das Gerät als Nexus 4 identifizierte.
Nachdem also klar war, dass das Smartphone Google gehört, informierte der Barbesitzer das Unternehmen, um das Gerät am folgenden Tag zurückzugeben, da er am selben noch einen Gig als Musiker hatte – die Rückgabe sollte unter der Voraussetzung erfolgen, dass der Google-Mitarbeiter sich ausweisen kann. Doch Google wollte das Nexus 4 sofort zurück: Innerhalb kürzester Zeit stand jemand in Sudsys Bar, der behauptete, ein Mitarbeiter des Google-Sicherheitsteams zu sein – ausweisen konnte er sich allerdings nicht eindeutig.
Die vorgelegte Sicherheitskarte war nämlich nur mit dem Namen, aber nicht mit dem Google-Firmenlogo oder ähnlichem beschriftet, und Barton weigerte sich, das Nexus 4 herauszugeben: “Was sollte ich tun, nach einem Typ mit einem Google-Shirt Ausschau halten? Wie sollte ich wissen, dass er nicht für Apple arbeitet?”
Die Stimmung im Viertel war ohnehin schon aufgeheizt: Am selben Abend wurde ein Verdächtiger von verdeckten Ermittlern der Polizei erschossen, nachdem er eine Waffe auf sie gerichtet hatte. Nachdem der Google-Mitarbeiter Barton bei seinem Gig verzweifelt suchte und einem Kollegen des Barbesitzers wohl schon sagte, dass er aufgrund der verweigerten Herausgabe in Schwierigkeiten sein könnte, wurde ihm das Telefon schließlich von einem Freund Bartons übergeben – allerdings erst, als die Identität des Mannes mithilfe der Google-Hotline eindeutig bestätigt werden konnte.
Anscheinend wurde Barton auch ein kostenloses Telefon im Wert von ca. 300 US-Dollar zugesichert, als er damit einverstanden war, den Vorfall nicht publik zu machen, keine Fotos zu veröffentlichen, oder mit der Presse über das Telefon zu sprechen, bevor die für Montag geplante Presseveranstaltung nicht beendet sei.




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