Google plant Ladengeschäfte

Man kann eigentlich nicht sagen, Google befinde sich momentan an einem “Scheidepunkt”, aber die ganz fetten, dominanten Zeiten scheinen dennoch vorerst vorbei. Das Geschäft befindet sich insgesamt in einer Umbruchphase, ohne dass man direkt von einer Notwendigkeit sprechen könnte, etwas zu ändern. Dennoch will der Internetgigant nun Shops in Innenstädten einrichten, die man als Kunde auch mal “wirklich” besuchen kann.

Kollege Sascha von den Mobilegeeks hat ja Recht, wenn er schreibt, mit Googles ureigenen Hardware-Entwicklungen, also den Nexus Smartphones und Tablets sowie einigen Chromebooks, und so, bekomme man “nicht mal ein halbes Regal” voll, aber es gibt natürlich auch andere, lukrative Shopkonzepte. Denen wird sich der Konzern vermutlich eher widmen, als jetzt kurzfristig noch eine ganze Palette Hardware neu aufzulegen, auch wenn prinzipiell natürlich immer “alles möglich” ist. Dennoch ist die Eröffnung solcher Geschäfte ja auch eine gute Gelegenheit, Präsenz auf anderen Märkten zu erobern zu versuchen.

Noch ist das aber alles gar nicht spruchreif bzw. gilt wohl vorerst nur für die USA. Bis Google kommt und deutsche Innenstädte überrollt, bleibt also noch etwas Zeit. Auch, wenn andere schon am Parallelbetrieb von On- und Offline-Shops gescheitert sind (Vobis? ) hoffen wir natürlich, das entsprechende Unkenrufer nicht recht bekommen, schließlich gibt es ja auch positive Beispiele.evil-google-logo

Insgesamt wird der Erfolg solcher Offline-Shops aber natürlich mit dem Angebot und dem Service stehen oder fallen. In puncto Hardware stehen zwar nur wenige Neuerungen wie “Google Glass“, “Google Gloves” oder die “Smart Watch” an, aber möglicherweise wird es in den Google-Shops auch Adsense-Seminare oder Einführungsabende für Webmaster, oder Ähnliches geben. Da zusätzliche Ansprechpartner für Adsense und Konsorten gefragt wären, ist da vielleicht auch mit ein paar neuen Jobs zu rechnen.

Und ob Google genauso “evil” ist, wie Amazon, das wird man ja dann sehen. In den USA will Google voraussichtlich noch vor Weihnachten erste City-Geschäfte eröffnet haben. Wann und ob das Konzept dann auch nach Europa schwappt, hängt sicher vom Erfolg und den Erfahrungen in Nordamerika ab.

So, it´s teatime ;)

Quelle

 

About the author  ⁄ Matthias Schleif

Blogger mit Bastelneigung, kaufmännischer Ader und sozialem Anspruch, seit 2008

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