Google Project Glass AR-Brille vorgestellt

Heisse Luft zu Ostern? Der Googlekonzern ringt in letzter Zeit merklich um Aufmerksamkeit, wie die Weiterentwicklung diverser Dienste und ausgiebige TV-Werbung zeigen. Ob auch der neueste Coup, eine Augmented Reality-Brille anzukündigen, über die sich die Leute über Ostern auslassen können, dieser Kategorie zugeordnet werden muss, ist jedoch noch nicht ganz klar.  

So stellt sich Google also das Funktionieren einer AR-Brille vor.

Allerorten wird behauptet, Google hätte die Augmented Reality-Brille “Project Glass” bereits “vorgestellt”, aber das stimmt ja so nicht, denn mehr als eine Designstudie gibt es bisher nicht zu sehen. Abgesehen von der Blondine sieht das “Dingen” auch nicht sonderlich realistisch aus, aber wie gesagt, man will sich ja im Gespräch halten.

Wie bei anderen, ähnlich konzipierten Systemen auch wird die Realität mit zwei Kameras aufgenommen und dem Nutzer auf zwei Microdisplays in der Brille eingespielt. Google hat natürlich den Vorteil, die ganzen eigenen Dienste – allen voran GooglePlus – mit einfließen lassen zu können. Dass dabei auch die Daten gesammelt werden, die man gerade produziert oder denen man gerade begegnet, stellt wiederum eine Kehrseite dar, die nicht jedem gefällt.

Passend dazu haben auch gleich einige Foristen bei heise auf lustige Videos oder Bilder verlinkt, die zum Beispiel zeigen, was auch schief gehen kann beim “augmented realisieren” (s.o.). Angelehnt an die Übersetzung des Wortes “augmented”, also “übermäßig”, äußerte der ein oder andere auch die Idee, vielleicht lieber mal etwas weniger Realität einblenden zu können, respektive einige Realitäten auszublenden. Andere wiederum wünschten sich gar keine Realität mehr und nur noch augmented Informationen, aber das war wohl nicht ganz ernst gemeint. Ein Video, dass die “diminished” Reality zeigt existiert aber auch schon. Und gewisse Parts ausschneiden zu können, kann ja mindestens genauso interessant sein.

Nun gut, bisher hat Google jedenfalls noch nichts angekündigt, was sie dann anschließend nicht auch gebaut hätten. Insofern bleibt es zwar bei dem Vorwurf der Effekthascherei, neugierig macht das Ganze aber schon, so dass wir über Ostern wahrscheinlich doch drüber quatschen werden. Zum Beispiel auch darüber, welche Auswirkungen das Urheberrecht auf die Einblendungen haben könnte…

About the author  ⁄ Matthias Schleif

Blogger mit Bastelneigung, kaufmännischer Ader und sozialem Anspruch, seit 2008

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