Dass Sony im September die SetTop-Box “NSZ-GS7″ mit dem vorinstallierten Google-TV-Betriebssystem bringen würde, war eigentlich bereits im Juni vermeldet worden. Ob das bisher nicht sonderlich erfolgreiche Projekt durch die nun noch einmal vorgestellte Box einen Schwung bekommen kann, scheint aufgrund fehlender Inhalte und Funktionen eher fraglich. Vielleicht kann ja ein anderes Detail den Erfolg positiv beeinflussen.
Offenbar aufgrund einer kleinen, neuerlichen Präsentation von Sony sowie der bevorstehenden IFA Messe in Berlin geht die Meldung in guter alter “Stille Post”-Manier mal wieder durch die Presse, auch wenn es nur wenig Neues zu vermelden gibt. Sicher, die kleine Kiste von Sony kann eine ganze Menge und arbeitet angeblich auch recht flott; noch dazu sieht sie gut aus und ist gewissermassen “multifunktionabel”.

Sony SetTop Box NSZ-GS7 für Google TV: Vorderseite mit Touchscreen, Rückseite mit Tastatur (Bild:heise.de)
Dennoch fehlen den Euro-Boxen entscheidene Features, die einen größeren Erfolg hierzulande erst einmal nicht sehr wahrscheinlich machen. So muss beispielsweise grundsätzlich auf EPG-Angaben verzichtet werden, weshalb auch darauf basierende, zeitgesteuerte Aufnahmen nicht möglich sind. Einen möglicherweise zwischengeschalteten DVB-Rekorder kann das System – im Gegensatz zu den US-Varianten – also nicht steuern geschweige denn ganze Serien aufnehmen. Des Weiteren wurde eine zweite Variante der SetTop Box nochmal um ein halbes Jahr verschoben, die mit ihrem eingebauten BlueRay-Laufwerk ein zusätzliches Kaufargument geliefert hätte.
Aber wer weiß, vielleicht will das dann eh schon keiner mehr haben, weil Sony endlich sein “Kopfkino”, das “head mounted display” HMZ-T1, auf das nötige Niveau gebracht hat. Möglicherweise kann man die Superbrillen dann zu Weihnachten ja bei uns als Google TV-Device kaufen, wer weiß? Sollte dies die Planung sein mag den HMZ-T1-Videobrillen eine großangelegte Vorstellung auf der IFA bevorstehen. Damit würde Sony mir zumindest das Gegenteil dessen beweisen, was ich ihnen erst letzte Woche unterstellt hatte: fehlende Innovationskraft!

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