Intel stellt iCore Prozessoren der dritten Generation vor

Was sich manche Marketingabteilungen so einfallen lassen ist schon ein wenig erstaunlich: “noch mehr Spaß und Unterhaltung” brächten die neuen iCore-Prozessoren der nunmehr dritten Generation von Intel, dabei wollten die Anwender doch einfach nur mehr Rechenleistung. Abgesehen von übertriebenen Werbesprüchen, die man ja auch nicht unbedingt ernst nehmen muss, lässt sich der Pressemitteilung von Intel aber auch Tiefgreifenderes entnehmen, beispielsweise wann die ersehnten Notebook-Versionen erscheinen werden. Zum Release der auch als “Ivy Bridge” bekannten “Prozessorchips mit integrierter Grafikeinheit HD4000 (HD2500)” nimmt sich Intel sogar den Raum, das Tick-Tock-Entwicklungsprinzip, das Moorsche Gesetz und einiges andere zu erläutern. Alles nur, um am Ende zu dem Schluss zu gelangen, dass die dritte Generation iCores tatsächlich wieder besser geworden ist.

3rd generation iCore

Ivy Bridge CPU

Immerhin ist der eigentliche Release ja bereits zwei Tage her, so dass sich die berüchtigten Tech-Geeks bereits über die Technik hermachen konnten. Besonders auf computerbase.de hat man sich dem Upgrade gewidmet und im Großen und Ganzen für gelungen befunden. Im Test befanden sich die i5-Modelle i5-3450, -3550, 3550K sowie zwei i7- (3770 und 3770K), da die kleineren i3-Versionen noch nicht lieferbar sind. Einzig der “kleine” Grafikchip HD2500 in einigen i5-Prozessoren konnte nicht überzeugen, kommt aber voraussichtlich eh nur in Budget-PCs zum Einsatz.

Ob das alles genügt, dem Rivalen AMD mit seinen hochwertigen Grafikprozessoren und APUs die Kundschaft abspenstig zu machen, wird sich zeigen.An einer ersten Gaming-Notebook-Variante von MSi kann man das im Prinzip auch schon testen, allerdings ist dieser eben auch noch nicht mit einer Mobile-CPU bestückt, da diese erst “im Lauf des Jahres” heraus kommen.

Doch genug der Schwafelei; hier die originale Pressemitteilung von Intel:

 

Die dritte Generation der Intel® Core™ Prozessoren bringt noch mehr Spaß und Unterhaltung

Die ersten 22nm-Quad-Core-Prozessoren der Welt bieten bis zu doppelt so hohe grafische Leistung und ein nicht dagewesenes PC-Erlebnis

  • Ab diesen Monat sind die Quad-Core-Prozessoren für High-End-Desktops, Notebooks sowie schlanke und schicke All-in-One-PCs erhältlich.
  • Intel beschleunigt erstmals seinen „Tick-Tock”-Rhythmus und stellt in Verbindung mit dem ersten 22nm-Prozessor, hergestellt mit neuartiger 3D-Tri-Gate-Transistor-Technik eine neue Grafik-Architektur vor.
  • Bis zu doppelt so hohe HD- und 3D-Grafikleistung und eine beachtliche Prozessorleistung bieten atemberaubende grafische Erlebnisse – vom Mainstream-Gaming bis hin zum Bearbeiten von HD-Videos.
  • Ultrabooks™, All-in-One (AIO)-Plattformen, Business-PCs und intelligente Systeme für Retail, den Gesundheitssektor und andere Branchen profitieren von Intels neuesten Prozessoren – entsprechende Ankündigungen folgen im Laufe der nächsten Monate.

FELDKIRCHEN, 23.04.2012 – Intel stellt mit den neuen Quad-Core-Prozessoren heute die dritte Generation der Intel® Core™ Prozessorfamilie vor. Die Prozessoren bieten spektakuläre Leistungszuwächse rund um Grafik und eine Rechenleistung, von denen Gamer, Medien-Begeisterte und Mainstream-Anwender gleichermaßen profitieren. Die in High-End-Desktop-PCs, Notebooks und schlanken All-in-One-Modellen (AIO) erhältlichen Prozessoren sind die ersten CPUs der Welt, die in Intels 3D-Tri-Gate-Transistor-Technik und im 22-Nanometer (nm)-Prozess gefertigt werden.

Die Kombination aus der hochmodernen 3D-Tri-Gate-Transistor-Technik und verbesserter Architektur liefern im Vergleich zur vorherigen Generation der Intel-Chips bis zu doppelt so hohe 3D-Grafik und HD-Performance. Dank der integrierten hervorragenden grafischen Leistung lassen sich viele Dinge, an denen Anwender gerne auf ihren PCs arbeiten, flotter, lebensechter und knackiger durchführen: sei es das Kreieren und Bearbeiten von Videos und Fotos, das Surfen im Web, das Ansehen von HD-Videos oder der Zeitvertreib mit Mainstream-Spielen. Mit bis zu zehn Prozent mehr Leistung des Mikroprozessors und neuen Techniken, die die Datenströme zum und vom Chip beschleunigen, bauen die neuen CPUs Intels führende Position im Bereich Performance weiter aus.

In den kommenden Monaten werden weitere Versionen der dritten Generation der Intel-Core-Prozessoren verfügbar sein und eine ganze Reihe an neuen Systemen antreiben – von Ultrabook™ Modellen und Laptops über Server bis hin zu intelligenten Systemen im Retail, dem Gesundheitssektor und anderen Branchen.

„Tick-Plus” – Vorteil Intel

Der Leistungsschub der neuen Prozessoren geht zu einem guten Teil auf das Konto der revolutionären, dreidimensionalen Struktur der neuen Intel-Transistoren. Bislang haben Computer, Server und andere Geräte nur zweidimensionale, ebene Transistoren verwendet. Das Hinzufügen einer dritten Dimension zu den Transistoren ermöglichte es Intel die Transistordichte zu erhöhen und mehr Fähigkeiten in jeden Quadratmillimeter der neuen Prozessoren zu packen. Damit hat Intel den Transistor neu erfunden und liefert eine nicht dagewesene Kombination aus Leistung und Energieeffizienz. Zudem behält Intel das Tempo des technischen Fortschritts bei und sichert so die Dynamik des Moore’schen Gesetzes für die kommenden Jahre.

Die Intel-Entwickler haben auch die Grafikarchitektur für die dritte Generation der Intel® Core™ Prozessoren überarbeitet und schaffen so die Voraussetzung für eine erhebliche Verbesserung der gesamten Grafikleistung. Das Ändern der Chip-Architektur bei gleichzeitigem Schrumpfen der zugrunde liegenden Transistoren stellt eine Beschleunigung von Intels „Tick-Tock”-Modell dar. Bislang hielt sich das Unternehmen strikt daran in einem Jahr den Herstellungsprozess (ein „Tick”), und im darauffolgenden Jahr die Architektur des Chips (ein „Tock”) zu modifizieren. Die eigene Roadmap zu beschleunigen und Architektur sowie Herstellungsprozess gleichzeitig zu ändern war nur deshalb möglich, weil Intel eines der wenigen Unternehmen ist, das seine Chips sowohl selbst entwirft als auch herstellt (Integrated Device Manufacturing).

Mach es grafisch und bring Dein Spiel voran

Die dritte Generation der Intel® Core™ Prozessoren mit Intel® HD 4000 Graphics bietet im Vergleich zur voran gegangenen Generation eine bis zu doppelt so schnelle 3D-Performance. Das bedeutet mehr Spielspaß dank größerer Detailtiefe bei höheren Auflösungen. Intel HD Graphics 4000 unterstützt Microsoft* DirectX 11, OpenGL 3.1 und OpenCL 1.1.

Ein tolles Grafik-Erlebnis ist mehr als nur Spielen: Der Einsatz von Online-Video nimmt stetig zu und wird in diesem Jahr wahrscheinlich für die Hälfte des Datenverkehrs im Internet verantwortlich sein.** Damit das miteinander teilen eines Videos Spaß macht, muss das Video rasch konvertiert sein, sodass man es an Freunde und Familie senden kann. Dank des in die neuen Prozessoren integrierten Intel® Quick Sync Video 2.0 können Anwender ihre Videos zweimal so schnell konvertieren, wie mit den letztjährigen Chips. Im Vergleich zu einem gerade einmal drei Jahre alten PC klappt das Konvertieren sogar 23-mal so schnell.

Anwender: Abgesichert. Plattform: Verbessert.

Die dritte Generation der Core-CPUs von Intel kommt zudem mit neuen Sicherheitsfunktionen, darunter Intel® Secure Key und Intel® OS Guard, um private Daten und Identitäten zu schützen. Intel Secure Key besteht aus einem digitalen Zufallszahlenerzeuger, der vollkommen zufällige Zahlen generiert und so Verschlüsselungsalgorithmen stärkt. Intel OS Guard hilft beim Vermeiden von Attacken mit denen Rechte ausgeweitet werden (Privilege Escalation Attacks), und ein Angreifer so das System seines Opfers aus der Ferne übernehmen kann. Diese beiden Funktionen ergänzen die vorhandenen Sicherheitsfunktionen der Plattform wie Intel® Identity Protection Technik (Intel® IPT) und Intel® Anti-Theft Technik (Intel AT), die dazu beitragen, die Intel-Plattformen zu den sichersten überhaupt zu machen. In Kombination mit dem Chipsatz der Intel® 7 Serie können die neuen Prozessoren mit Intel IPT über die Funktion „Protected Transaction Display” Teile des Bildschirms für Schadsoftware unlesbar machen. Ein Angreifer ist dann nicht mehr in der Lage, die zum Stehlen der Identität notwendigen Anmeldedaten zu erfassen.

Plattformen auf Basis der dritten Generation der Intel Core Prozessoren beherrschen zudem schnellere Datentransfers. Verantwortlich hierfür sind das in den Platform Controller Hub (PCH) der Serie 7 integrierte USB 3.0 sowie das in den Prozessor integrierte PCI Express 3.0. Diese hochmodernen Input/Output (I/O)-Techniken stellen schnellere Datenleitungen auf der Plattform zur Verfügung.

Verfügbarkeit von Prozessoren und Systemen

Systeme auf Basis der dritten Generation der Intel® Core™ Quad Prozessoren werden von diesem Monat an von führenden Herstellern angeboten. Einzelne Prozessoren (Boxed) werden ebenfalls ab diesem Monat über Online-, Handels- und Channelpartner erhältlich sein. Weitere Varianten der dritten Generation der Intel Core Prozessoren für Server, intelligente Systeme für Retail, den Gesundheitssektor und andere Branchen, sowie UltrabooksTM und Notebooks werden im Lauf des Jahres vorgestellt.

About the author  ⁄ Matthias Schleif

Blogger mit Bastelneigung, kaufmännischer Ader und sozialem Anspruch, seit 2008

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