In keinem Geschäftsbereich wolle man dem großen Konkurrenten aus Cuppertino den Markt überlassen, überall werde man dagegen halten und dazu habe man auch die nötigen Mittel und Ideen, das in etwa sagte Microsoft-Chef Steve Ballmer zur Eröffnung der WPC-Partnerkonferenz in Toronto. Dazu würde aber auch ein eigenes Smartphone gehören.
Nachdem Microsoft mit den ersten Previews von Windows 8 und dem Surface-Tablet schon gezeigt hat, dass die Reise Richtung eigenem “Ökosystem” geht, also einem geschlossenem System aus Hardwarekomponenten wie Tablets und Smartphones und einem App-Store, nur ein echter iPhone-Konkurrent fehlt noch. Mit dem Surface-Tablet, das auch noch unter eigenem Namen vertrieben werden wird, hat man im Tabletbereich also schon die nötige Hardware parat. Und zwar solche, die auch zu den anderen Betriebssystemen kompatibel ist, sowie eine “alte” x86-Variante.
Ob neben Android, iOS und anderen, aufstrebenden Diensten wie derm Firefox-OS und MeeGo noch Platz im Markt für ein ARM-basiertes Microsoft-Smartphone ist, wird sich zeigen. Partner Nokia dürfte wohl weniger erfreuen, wenn es so kommt.
Aber auch im Cloudbereich will man nicht die Füsse die still halten, verspricht Ballmer. Mit Windows Azure (Cloudservice), Office 365 und anderen, vor allem Server-basierten Diensten sei der Konzern ja schon heute nicht schlecht aufgestellt. Dennoch wolle man sich jetzt, kurz vor der endgültigen Einführung von Windows 8, erstmal auf die Produktion von Apps stürzen, mit denen der entsprechende App-Shop dann befüllt sein soll.
Ein “echtes” MS-Phone bestätigte Ballmer aber nicht wirklich: „Schauen Sie, wir werden sehen was passiert.“ zitiert Computerbase den Konzernlenker…und das kann ja nun alles oder gar nichts bedeuten.


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