Mit einem solch kurzfristig ausgepackten Paukenschlag seitens Microsoft hatten wohl die wenigsten Beobachter gerechnet. Kaum zwei Tage alt war die unter der Hand gereichte Info, der Redmonder Konzern könne ein “eigenes” Tablet auf den Markt bringen, da wird das gute Stück auch schon der Öffentlichkeit präsentiert. Eigentlich sind es sogar gleich zwei Modelle, denn neben der “Nicht x86″-Version RT stellte man auch gleich noch eine Pro-Version hergebrachter Art vor.
Von einem Konzern wie Microsoft erwartet man bei Neuvorstellungen immer etwas Besonderes. Wohl wissend, dass dem so ist, hat man sich auch etwas ganz besonderes einfallen lassen. Im Prinzip sind zwar auch Microsofts “Surface”-Tablets erstmal nur ganz normale “Flachlinge mit Touchscreen”, wenn auch mit der recht hohen Auflösung von 1.366 x 768 Punkten auf 10.6 Zoll.
Der besondere Clou ist aber sicher die Hybridfunktion der Tastatur. Diese lässt sich vom Gehäuse abstöpseln und dann sinnigerweise als Schutzabdeckung für den Touchscreen einsetzen. Ein Feature, das bisher wohl seinesgleichen sucht und sich natürlich hervorragend eignet, in einem Werbevideo hervor gehoben zu werden:
Selbstverständlich wird auch Microsofts Surface sofort wieder mit Apples iPad verglichen, auch wenn der Vergleich wegen der zwei unterschiedlichen Versionen ein wenig hinkt. Im Vergleich mit den Konkurrenten Kindle Fire von Amazon oder dem kommenden Google-Tablet Nexus wird das Surface RT vermutlich etwas teurer sein. Wie die meisten anderen ARM-Tablets wird aber auch Microsofts Surface RT voraussichtlih zwischen 499,- und 599.- US-Dollar kosten.
Dagegen soll das Surface Pro schon eher in der iPad-Liga spielen. Aufgrund der entsprechenden Ausstattung müsse mit Preisen auf dem Niveau vergleichbarer Ultrabooks gerechnet werden, wonach bis zu etwa 999,- US-Dollar als realistisch erscheinen. Noch etwas genauer kann man sich das von den Entwicklern und Firmenchef Steve Ballmer erklären lassen, die während der zugehörigen Keynote zu Wort kamen:
Bis auf die Aussenmaße von 10.6 Zoll haben die beiden Basisversionen also nicht so sehr viel gemeinsam. Wiegt die RT-Version nur 676 Gramm bei einer Bauhöhe von nur 9,3 Millimeter, müssen für die Pro-Version schon 903 Gramm und 13,5 Millimeter in Kauf genommen werden. Dafür gibt es unter anderem einen größeren Akku und USB3.0- statt USB2.0-Anschlüsse sowie die größeren Festplattenoptionen.
Es wird interessant, wie die treuen Partner wie ASUS, Lenovo oder Samsung, den Vorstoss von Microsoft sehen werden. Vielleicht werden diese dann auch in einen Preiskrieg mit Microsoft kommen, oder aber man einigt sich auf ein Preisniveau, dass keiner unterschreiten wird. Noch handelt es sich jedoch um reine Spekulation, denn auf offizielle Preisinfos wird noch gewartet.
Vielleicht kann man darüber ja bereits am morgigen Mittwoch mehr erfahren, an dem Microsoft sein neues Mobile-Betriebssystem der Öffentlichkeit präsentieren will. Insgesamt ist wohl damit rechnen, dass Microsofts Surface-Tablets spätestens zu Weihnachten auch bei uns erhältlich sein werden.

11 Comments