Microsoft Windows 8 Präsentation: Eindrücke von der großen Show

Softwaregigant Microsoft hat seine Chance genutzt, allen Anwesenden Journalisten nicht nur die Vorteile und Ideen hinter Windows 8 näher zu bringen, sie haben endlich auch einem größeren Publikum klarmachen können, was es mit dieser RT-Version auf sich hat.

Wie so viele Präsentationen hat auch die von Microsoft damit begonnen, die Erfolge der Vergangenheit zu beleuchten und den eigenen Werdegang zu glorifizieren, wozu MS bis auf Windows 95 zurück griff. Dennoch wusste man sogar zu Windows 8 schon ein paar beeindruckende Zahlen zu nennen: so hätten sich bereits vor diesem offiziellen Release rund 160000 Anwender das Betriebssystem-Preview testweise installiert, heisst es stolz.

Wenn das OS dann ab morgen endgültig losgelassen wird, wird es bereits mehr als tausend unterschiedlicher PC-Modelle geben, die Windows 8 oder RT unterstützen, was sicher ebenfalls keine schlechte Zahl ist. So konnte Steve Balmer am Ende auch von diversen AiO-PCs, Tablets, Hybriden und Smartphones umgeben über die Bühne wandern, was schon recht eindrucksvoll aussah. Wer sich davon mal ein paar ansehen möchte kann das z.B. anhand unserer IFA-Artikel tun, wir werden aber auch in Zukunft natürlich laufend über neue Modelle berichten.

Während der Vorstellung des Betriebssystems selbst wurde unter anderem erwähnt, das OS sei 30% schneller, als sein Vorgänger. Sehr gut gefallen hat den meisten Besuchern offensichtlich die Vorstellung der neuen Swype-Funktionen, mit denen vom Rand aus die Einstellungen oder andere Specials aufgerufen werden. Das normale Seiten-Scrolling soll ähnlich mit Wischbewegungen in der Horizontale erfolgen, was entsprechend intuitiv sein dürfte, auch auf Touchpads.

Und genau so, wie es auf den Tablets von Sony, ASUS, Samsung, HP und den ganzen anderen OEMs funktioniert, funktioniert das auch auf den Windows 8 Phones, den Ultrabooks etc. Auch hier habe man zahllose OEMs gewinnen können, entsprechende Modelle zu entwerfen, zu denen natürlich auch Nokia mit seinen Lumia-Modellen gehört. Ganz besonders wichtig ist Microsoft aber offensichtlich die Plattform-übergreifende Funktionsweise, wofür dann auch Steve Balmer auf die Bühne kam.

Die Integration aller Funktionen und Services auf verschiedenen Geräten über eine einheitliche Betriebssystem-Oberfläche, das ist der hauptsächliche Kern der Neuentwicklungen, so Ballmer in seiner gewohnt enthusiastischen Art. Eine besondere Rolle spielen dabei auch die Live-Tiles, die die Systeme “soo personal” machten. Die Einbindung des eigenen Microsoft-Account spielt aber eine ebenso große Rolle wenn es um diesen Eindruck geht, auch wenn das nicht unbedingt jeder mögen mag. Damit lassen sich aber auch Funktionen aus der XBox freischalten und integrieren.

Ballmer hatte aber noch zwei positive Überraschungen parat. Zum Einen wird sich die Bing-Suche an verschiedenen Stellen des OS immer wieder als nützlicher Helfer anbieten, zum Anderen wird die Aktualisierung der einzelnen Programme über das App-Centre von Windows 8 abgewickelt, so dass man sich um “sowas” in Zukunft nicht mehr kümmern muss. Auch wenn Linux-Nutzer das kaum als etwas neues empfinden dürften, ist das für das Redmonder System natürlich ein grosser Fortschritt.

So wird Ballmer am Ende nicht müde, Superlative rauszuhauen: best quality, best Software, fastest Devices ever und “hundreds of millions devices” lauten seine vollmundigen Prognosen, aber das ist wohl der Position geschuldet, die er besetzt. Dass man mit Windows 8 versucht habe, das “beste aller Welten” zu vereinen, also touch&click und Phone&Tablet, etc, das kann man ihm schon glauben.

About the author  ⁄ Matthias Schleif

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