Polaroid Z2300: Neue Kamera im August

Es mögen sich vielleicht nur die älteren unter uns daran erinnern, wie schnell man seinerzeit mit einer Polaroid-Kamera das fertig entwickelte Foto in der Hand halten konnte, aber das gibts wirklich. Was früher eine kleine Chemiefabrik im Innern der Polaroid-Kameras war, ist in neuerer Zeit einem internen Drucker gewichen. Mit der Z2300 kommt nun eine neuere Variante dieses Prinzips von Polaroid auf den Markt, die endlich überzeugen soll.

Die Ansprüche an die Bildqualität von entwickelten Fotos haben sich in den letzten Jahren stark erhöht, einer der Haupt-Leidtragenden davon ist Polaroid. Den “grieseligen” Eindruck, den Polaroids Abzüge aber immer schon hatten, hat man dabei aus nostalgischen Gründen auch noch beibehalten; für reine Fotopuristen ist das also eher nichts. Dennoch ist die neue “Knipse” namens Z2300 von dem ehemals weltbekannten Unternehmen auch als “normale” Digicam nutzbar, die Ausdruckfunktion ist eher als Zusatzfunktion mit historischem Anstrich zu betrachten.

Polaroid Z2300

Mit dem Modell Z2300 will Polaroid jedenfalls noch einen Versuch wagen, ihr ungewöhnliches Konzept an den Mann zu bringen, doch man kann sich schon fragen, wer das warum kaufen sollte. Als die Fotoentwicklung noch eine Mark pro Bild gekostet hat, waren die Polaroids sicher eine schnelle, wenn auch teurere Alternative. Laut theverge werden die Päckchen mit dem “Fotopapier” in 30er und 50er Varianten für 14,99 bzw. 24.99 US-Dollar verkauft, was vermutlich einem Preis von 9,99,- Euro für das kleine Paket bei uns entspricht.
Im Gegensatz zu den wenigen Cent, die ein eigener Ausdruck heute in der Regel kostet, ist der Unterschied also ziemlich groß…wenn nicht gar zu groß. Ich kann mir zumindest keinen Einsatzbereich vorstellen, in dem diese Funktion großartig Vorteile bringt, denn schließlich kann man sich das geschossene Foto ja auch am Kameramonitor anschauen….doch wahrscheinlich fehlt mir wieder nur die Fantasie.

Polaroid Z2300

Bei den technischen Daten kann sich das Modell aber sehen lassen. Bilder werden mit 10 Megapixel aufgenommen, Videos sind in 720p machbar und gespeichert wird auf dem internen Speicher von 32GB oder einer eigenen SD-Card. Für rund 150,- Euro wird die schicke Kamera dann etwa ab Mitte August erhältlich sein.

 

About the author  ⁄ Matthias Schleif

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