Reihenweise neue Kindle Fire Tablets von Amazon, auch für Deutschland

Kindle Fire ab Mittwoch für 159 Euro in Deutschland, Kindle Fire HD ab Oktober weltweit und die Top-Modelle mit 9 Zoll bleiben den Amerikanern vorbehalten. Das sind die drei Kern-Infos der gestrigen Amazon-Pressekonferenz. Einige technische Daten, ein paar Bilder und ein Video haben wir natürlich auch dabei.

Im Vorfeld der gestern gelaufenen Präsentation von Amazon wurde ja schon reichlich spekuliert, welche neuen Kindle-Modelle diesmal vorgestellt werden würden und – vor allem – ob diese endlich auch nach Deutschland kommen. Im Fokus des Interesses stand aber auch die Frage, ob sich Amazon dem Smartphone-Markt widmen würde, was offensichtlich nicht der Fall ist. Ein Smartphone wurde weder angekündigt noch vorgestellt, so dass man sich voll und ganz den gezeigten Tablets widmen kann.

Zuerst die guten Nachrichten: das Kindle Fire Tablet wird in einer Art überarbeiteter Version bereits ab dem kommenden Mittwoch für nur 159 Euro auch bei uns erhältlich sein. Das ist zwar keine Kampfansage an das iPad, wie weidlich vermutet wird, sondern eher an den Google-Aufsteiger Nexus 7. Dessen schon sehr günstiger Preis von 199 Euro unterbietet Amazon noch einmal um 40 Euro, wohl in der Hoffnung, mit den Inhalten zu verdienen. Die Menschen wollten “Services” nicht “Hardware”, so der Firmenchef Jeff Bezos während der Präsentation. Hierzu wird der Konzern unter anderem einen eigenen Mobilfunktarif mit einem Jahrespreis von 49 US-Dollar und einem Download-Volumen von 250MB anbieten.

Auch wenn einiges, wie eben der Mobilfunkvertrag vorerst nur in den USA angeboten werden ist Amazons Bestreben Richtung Europa deutlich zu erkennen (vielleicht weil hier mehr gelesen wird ;) ). So kündigte Amazon für den 25. Oktober auch für den EU-Markt die beiden neuen Kindle Fire HD an, die – ebenfalls mit 7 Zoll – bessere Displays und ein UMTS-Modem (3G) mitbringen. Hierzulande werden die Modelle für 199 Euro (16GB) bzw. 249 Euro angeboten werden, was ebenfalls nach einem leicht gesponserten Preis riecht. Ganz unrecht hat Bezos aber nicht, wenn er die eigenen Inhalte als bessere Zuverdienstmöglichkeit darstellt, als sie auf den meisten anderen Android-Tablets bisher zur Verfügung steht; der Google-Play-Store beispielsweise wird wohl (bisher) kaum derart lukrativ sein.

Jedenfalls bleiben letzendlich nur die mit 8.9 Zoll HD-Displays und LTE-Technik ausgestatteten Kindle Fire HD den Amerikanern vorbehalten, die mit 299 bzw 499 US-Dollar aber auch eine Ecke teurer sind.Hinzu kommen noch Upgrades der EBook-Reader und das neue Modell “Paperwhite”. Kein schlechtes Portefolio möchte man meinen.

About the author  ⁄ Matthias Schleif

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