Wer bitte braucht bada?
Wer mich kennt, weiß, dass Design & Verarbeitung für mich beim Handy-Kauf eine große Rolle spielen. Dementsprechend war ich bereits von den ersten beiden Samsung Wave Smartphones sehr angetan, und sah deswegen auch großzügig über Einschränkungen wie z.B. dem geringen Angebot an Apps oder dem noch optimierungswürdigen Betriebssystem hinweg.
Besonders das erste Modell, das Samsung Wave GT S8500 konnte mich mit seiner Kombination aus hervorragender Verarbeitung, reichhaltiger Ausstattung und attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen, und in der Smartphone-Welt für Aufsehen sorgen.
Link: Testbericht Samsung Wave S8500 auf Hardwareluxx.de
Wohl nicht zuletzt um das hauseigene bada-Betriebssystem zu pushen wurde damals ein sehr ansprechendes Paket geschnürt, was sich (so meine Spekulation) vielleicht nicht unbedingt monetär ausgezahlt hat. Denn wer beim zweiten Samsung Wave Modell ein ähnliches Innovationstempo erwartet hatte, wurde enttäuscht – das Samsung Wave II S8530 konnte abgesehen von einem etwas größeren Display nicht viel Neues bieten.
Link: Das Samsung Wave II GT-S8530 im Test auf areamobile.de
Umso gespannter war ich auf die dritte Version des Samsung Wave, welches hoffentlich mit einem aktualisierten Betriebssystem und einem größeren Angebot an Apps die Nachteile der hauseigenen Bada-Plattform gegenüber Android & iOS wettmachen würde…
Stilvolles Understatement: Das Design
Ebenso wie seine Vorgänger zeichnet sich das Samsung Wave 3 durch ein eher schlichtes Design aus. An der Vorderseite befindet sich als einzige Hardwaretaste die Menütaste; die von den Vorgängern bekannten Tasten zum Annehmen von Gesprächen (links) und zum Beenden von Gesprächen und Anwendungen (rechts) wurden beim Wave3 als Sensortasten realisiert.
An weiteren Hardware-Schaltern gibt es lediglich die Lautstärkewippe an der linken Seite sowie die Taste zum Sperren des Displays an der rechten Seite. Auch mit Anschlüssen hält sich das Wave 3 vornehm zurück: Der Micro-USB-Port und der Kopfhöreranschluss sind von der Oberseite an die Unterseite gewandert; weitere Anschlüsse gibt es nicht. An der Rückseite befindet sich wie zu erwarten die Kameraeinheit mit Objektiv und LED-Blitz; daneben der System-Lautsprecher.
Handschmeichler: Das Gehäuse
Das größtenteils aus gebürstetem Alu bestehende Gehäuse ist sehr hochwertig verarbeitet, und liegt aufgrund der abgerundeten Seiten außerordentlich gut in der Hand. Anders als die „Plastik-Bomber“ aus dem Hause Samsung (wie z.B. das Samsung Galaxy S2 oder aus das Samsung Galaxy Nexus) lässt sich das Samsung Wave 3 auch unter starkem Druck kaum verformen; Vorder- und Rückseite geben selbst bei starkem Pressen so gut wie gar nicht nach. Die abgerundeten, sich an den Seiten verjüngenden Kanten lassen zudem das Gehäuse etwas schlanker wirken.
Obwohl preislich eher ein Mittelklasse-Smartphone, wartet das Samsung Wave3 mit einer Besonderheit auf: Im Gegensatz zu den meisten anderen Mobiltelefonen verfügt es nicht über eine abnehmbare Klappe, welche den Zugang zum Akkuschacht freigibt. Stattdessen zieht man den kompletten Innenteil samt Display heraus, um an den Akkuschacht und den Micro-SD bzw. SIM-Karten-Slot zu gelangen.
Bemerkenswert: Selbst im „herausgezogenen“ Zustand ist die Gesamt-Konstruktion noch absolut stabil; nichts wackelt oder lässt sich gegeneinander verwinden. Fazit: Sowohl das Design als auch die Verarbeitung zählen weiterhin zu den eindeutigen Stärken der Samsung Wave Serie.
Vorsichtig weiterentwickelt: Die Ausstattung
Das Samsung Wave 3 verfügt ähnlich wie das Samsung Galaxy S Plus über eine 1,4 GHz schnelle CPU. Die verbaute CPU hat zwar nur einen Kern, erweist sich aber dank der relativ hohen Taktfrequenz dennoch als schnell genug für alle Aufgaben.
Neben der flotteren CPU wurde dem neuesten Sprössling der Wave Serie mehr interner Speicher spendiert (4GB statt 2GB); zudem ist die Display-Diagonale von 3,7 Zoll auf nun mehr 4 Zoll gewachsen. Das war’s dann aber auch schon mit den Hardware-Neuerungen: Die Kamera bietet nach wie vor eine 5-Megapixel-Auflösung, der bei vielen Oberklasse-Smartphones vorhandene HDMI-Ausgang fehlt; Mediendaten lassen sich aber über WLAN an DLNA-fähige Geräte weitergeben.
Softwareseitig besteht die größte Veränderung in der neuesten Version des hauseigenen Betriebssystems. Bada 2.0 soll endlich zu den etablierten Smartphone-Betriebssystemen aufschließen – doch dazu später mehr.
Technische Eckdaten Samsung Wave3 GT-S8600
- 4“ Super-AMOLED-Display mit 800 x 480 Bildpunkten
- 1,4 GHz ARM Cortex-8 CPU
- Grafikkern: PowerVR SGX540
- 5-Megapixel-Kamera mit LED-Blitzlicht und HD-Videoaufnahme
- Interner Speicher: 4GB, davon ca. 2,9 GB frei
- Externer Speicher: per microSD-Steckplatz auf bis zu 32GB erweiterbar
- USB 2.0 (Micro-USB-Buchse), Kopfhörer-Ausgang
- GPS, Bluetooth 3.0, b/g/n WLAN
- GSM-Quadband sowie UMTS mit HSDPA und HSUPA
- Abmessungen: 126 x 65 x 10 mm
- Betriebssystem: bada 2.0
- Lieferumfang: Handy, Akku, Ladekabel, USB-Datenkabel, Headset, Handbuch
- Unverbindliche Preisempfehlung: 459,00 €
Die vollständigen technischen Daten findet ihr auf der Herstellerseite
Im 2. Teil erfahrt ihr mehr über die Bedienung, die Software-Ausstattung und die Performance des Samsung Wave 3. Schaut also bald wieder vorbei auf eurem getgoods.de-Blog!
















Sehr schöner Bericht, danke dafür und ich freue mich schon auf Teil 2, welcher vielleicht sogar noch etwas umfangreicher ausfällt?
Hallo Stephan,
Erstmal vielen Dank für dein Feedback, werde mich bemühen, den zweiten Teil noch ausführlicher zu gestalten!
Grüße,
dari