Valve und der Mythos Steambox: Hardware-Entwickler erklärt die Richtung

Es gibt ja viele Firmen, die mit ihren Neuentwicklungen einen Paukenschlag auslösen wollen und daher mit Informationen im Vorfeld sehr sparsam umgehen; nicht so bei Valve. Relativ genau erklärt uns dessen Hardware-Entwickler Jeff Keyzer, wohin die Reise beim Betreiber des Steam-Netzwerks geht und warum die Steambox eigentlich ein Hirngespinst ist.

Eine Steambox, also eine Spielkonsole, die nur Valve-Spiele beherrscht, macht deswegen schon keinen Sinn, weil es sich um “ganz normale PCs” handeln müsste, auf denen man natürlich auch andere Games zocken könnte. Auch die neue Linux-Version gäbe so nur wenig Sinn, bei Valve will man  das System eben offener halten.

 

Verschiedene Prototypen Steamboxes
Bilder: engadget

So erteilt der leitende Entwickler Jeff Keyzer im Interview mit engadget einer festen Hardwarekonfiguration für eine angebliche Steambox auch eine klare Absage. Dennoch arbeitet Valve eben an einem eigenen System, das nun intern auch den Namen Steambox bekommen hat, obwohl irgendwie niemand weiß, wo der Name eigentlich herkommt. Diese Box soll natürlich gewisse Vorteile und Anpassungen aufweisen, um eine Integration in die Wohnzimmer-Umgebung zu vereinfachen.

Steam-PC von Xi3

Logisch hat das auch eine visuelle Komponente, einen hässlich klobigen Desktop-PC meint Keyzer eben nicht. Die Kooperation mit Xi3, die Valve auf der Messe bekannt gab, könnte da schon einen Hinweis auf kommende Geräte gegeben haben, auch wenn der Entwickler den Stand der Dinge als “nicht abgeschlossen” bezeichnet.

weitere Bilder bei engadget.com

Vermutlich wird Valve dann eher so etwas wie “Steam-Zertifizierungen” ausgeben, wozu die Fähigkeit zu Steams “Big Picture Mode” – einen Vollbildmodus speziell für Fernseher und Controller-gesteuerte Nutzung – gehören wird. Valve will aber auch die Nutzer stark einbeziehen, um “im Laufe des Jahres” weiter von sich Reden zu machen. Mit der “großen Überraschung” sei aber nicht zu rechnen, ganz nach alter Valve-Tradition.

Die Firma Valve ist aber beileibe nicht die einzige, die mit neuer Hard- und Software in die Wohnzimmer der Leute wollen, insofern ist die Überlegung zu einer Zertifizierung womöglich nicht die Schlechteste. Dass sich eine eigene, echte “Steambox” dennoch ganz gut machen könnte, daran besteht natürlich kein Zweifel..woher der Name nun auch immer stammen mag,

About the author  ⁄ Matthias Schleif

Blogger mit Bastelneigung, kaufmännischer Ader und sozialem Anspruch, seit 2008

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