Werbespot zum Lumia 920: Nokia beim Schummeln ertappt

Da hat der finnische Mobiltelefon-Hersteller Nokia mal mit positiven Nachrichten auf sich aufmerksam gemacht mit der Vorstellung seiner neuen Lumia-Smartphone-Generation und sorgt bereits am Tag danach wieder für Negativ-Schlagzeilen. Bei einem Werbesport für das Lumia 920 wollte Nokia die Vorteile des eingebauten Bildstabilisators demonstrieren und wurde nun beim Schummeln erwischt. Mittlerweile hat das Unternehmen zugegeben, anstelle des Lumia 920 professionelles Kamera-Equipment für die Aufnahmen verwendet zu haben. Wie man im Werbespot auch ganz deutlich erkennen kann… Wenn Ihr den Werbespot bisher verpasst habt, könnt Ihr bei uns einen Blick darauf werfen.

So etwas scheint zurzeit aber auch nur Nokia hinzukriegen: Da bringt man ein Smartphone mit einer sehr guten Kamera und Videokamera-Funktion heraus und schafft es dennoch, sich kurz darauf bei der Demonstration der Fähigkeiten mit einer langen Nase ertappen zu lassen…

Wenn Ihr euch eine Meinung bilden wollt, werft einfach einen Blick auf den Werbespot. Ab Sekunde 27 auf Pause drücken, dann sieht man das Auto mit Kamera ganz deutlich:

 

Inzwischen hat sich Nokia für die „Irreführung“  in einem Statement entschuldigt und Fehler eingeräumt. Man habe lediglich den Vorteil eines optischen Bildstabilisators (OIS) deutlich machen wollen.

Wie gsmarena zeigt, sind auch einige der in dem Werbespot gezeigten Fotos Fake. Was umso bedauerlicher ist, da das Lumia 920 eine wirklich gute Kamera besitze, wie auch gsmarena urteilt.

Das Nokia in einem Werbespot am liebsten ein perfektes Video ohne Wackler zeigen möchte, ist ja durchaus nachvollziehbar. Aber das ein solches Video – einhändig per Handycam auf einem Fahrrad – selbst mit der besten Handykamera und dem besten OIS nicht möglich ist, sollte irgendwo auch den Nokia-PR-Strategen einleuchten…

Und Übrigens: Wie ein WIRKLICH mit dem Lumia gefilmtes Video jeweils mit und ohne Bildstabilisator aussieht, zeigt Nokia als Reaktion auf den Vorfall ebenfalls und ja, man sieht den Unterschied auch. Warum also nicht gleich so…

About the author  ⁄ Christian Barth

One Comment