Yotaphone: Russen-Flaggschiff mit E-Ink-Display in der Videovorstellung

Dass das YotaPhone so gut ausgestattet sein wird, dass man es getrost als “Android Flaggschiff” wird bezeichnen können, das hatte ich ja heute mittag schon in der technischen Beschreibung des 4,3 Zoll großen Smartphones angemerkt. Nun kann man sich vom Chefentwickler der Abteilung Software auch einige der erstaunlichen Funktionen vorführen lassen, die vor allem mit dem zusätzlichen E-Ink-Display auf der Oberseite in Zusammenhang stehen.

Warum das auf der Rückseite des Yotaphones verbaute E-Ink-Display, also so eines, wie sie auch an den EBook-Readern zum Einsatz kommen, ausgerechnet die gleiche Auflösung hat, wie sein farbiges Touch-Pendant auf der Vorderseite, das hab ich mich heut Mittag beim Scheiben des Artikels mit den technischen Daten, auch schon gefragt; nach den Ausführungen des Chefentwicklers ist jetzt aber alles klar ;)

Wem jetzt gar nichts klar ist, weil der russische Mann ja nur englisch gesprochen hat, hat vielleicht dennoch bemerkt, dass sich eben das “normale” Bild per Tastendruck auf den E-Ink-Screen schicken lässt, auf dem die Anzeige dann (bis zur nächsten Änderung) dauerhaft gehalten wird, ohne weitere Energie zu verbrauchen. Das Bild darauf ist zwar nur schwarz/weiß, kann aber auch für Apps mit wechselnden Statusmeldungen benutzt werden.

Dass auch das Yotaphone, das zu seinem Release auch anders heißen könnte, eine Twitter- und eine Facebook App bekommen soll, überrascht zwar wenig, die Anzeige auf dem farblosen Deckeldisplay ist aber schon etwas Besonderes, das sonst kein Konkurrent aufweisen kann. Dass man insgesamt auch Akku-schonender mit dem Yota-Smartphone umgehen kann, indem man beispielweise die benötigte Reise-Map auf das Aussendisplay legt und das Telefon ansonsten ausschaltet, beeindruckt ebenfalls.

Das einzige, was ein wenig komisch anmutet, ist die nicht-klickbare Produktpalette auf Yotas Website, obwohl dort auch Geräte aus den letzten ein, zwei Jahren gelistet sind, die ja irgendwo erhältlich sein sollten. Solange der Fokus bei Yota jedoch so sehr auf der Entwicklung guter Soft-/Hardware-Integration liegt, sei Ihnen das mal verziehen. Am Ende zählt ja, was hinten raus kommt.

Das Yotaphone wird aller Voraussicht nach Ende Februar auf dem MWC in Barcelona vorgestellt werden und nach dem kommenden Sommer 2013 die Märkte erobern. Zu Preisen wurden allerdings bisher noch keine Angaben gemacht.

About the author  ⁄ Matthias Schleif

Blogger mit Bastelneigung, kaufmännischer Ader und sozialem Anspruch, seit 2008

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